Geschichte und Wappen
Erfahren Sie mehr über unsere Geschichte und unser Wappen.
Elsdorf-Westermühlen liegt an der mittleren Eider im südlichen Eiderbogen und grenzt im Südosten bei Ahlsbek und im Westen mit dem Brocksbarger Koog an die Eider. Ein großer Teil der Gemarkung wird vom „Elsdorfer Gehege” eingenommen, das die Gemeinde nach Fockbek hin abgrenzt.
Im Grundbuch Waldemars II. von 1231 wird das Gebiet des südlichen Eiderbogens, wohl die gesamte spätere Hohner Harde, als Fraelet bezeichnet.
Dieses Gebiet gehörte zum Krongut der dänischen Könige. Es wird nicht erwähnt, dass hier Bauernsiedlungen sind, sodass keine Hufen aufgeführt sind im Gegensatz zu der globaleren Bezeichnung des Gebietes zwischen Eider und Schlei, wo über 400 Hufen als Königsgut genannt werden. Das Königsgut gehörte der Krone, musste dieser erhalten bleiben und durfte nicht an den Adel übertragen werden.
Über die Herkunft des Dorfnamens gibt es verschiedene Auffassungen. Man kann ihn zum einen von „Elerstorpe”, dem Dorf des Eler, möglicherweise eines Ritters der Gründungszeit, ableiten. Da es für solche Namensgebungen nach Personen in jener Zeit und für das hiesige Gebiet keine Parallelen gibt, erscheint es wahrscheinlicher, dass der in der Urkunde vom 24. Juni 1340 erwähnte Ortsname „Elerstorpe” sich von dem Wort „Eller” = Erle ableitet, einer Baumart, die in der Eiderniederung vorkommt.
Die ersten Neusiedler mögen für die Dorfgründungen Elsdorf, Hohn und Hamdorf ähnlich gute Vorbedingungen entdeckt haben. Neben erhöhten Siedlungsplätzen beiderseits von Auen gibt es an allen Orten eine ausreichende Wasserversorgung und trockene Ackerflächen in unmittelbarer Nähe. In den Siedlungen mögen etwa 50 Personen gelebt haben, wobei alle zunächst auf die Landwirtschaft angewiesen waren.
Die 1447 gemeinsam erwähnten „Elerstorpe” und „Westermolen” liegen nur 2 Kilometer voneinander entfernt und bilden offenbar von Anfang an zwei gleichberechtigte Ortsteile.
Wappen der Gemeinde Elsdorf-Westermühlen
Wappenbeschreibung:
Schräglinks geteilt von Silber und Grün; oben ein früchtetragender Erlenzweig, unten ein im unteren Viertel von einem Wellenbalken überdecktes Mühlrad in verwechselten Farben.
Erläuterung des Wappens:
Der grüne Erlenzweig weist symbolisch auf den Namen des Ortsteiles Elsdorf hin, der früher auch Ellerdorf genannt wurde. Die Erle wird mundartlich auch Eller genannt. Das Symbol wurde gewählt, auch wenn der Elsdorf sich nach Angaben von W. Laur nicht von der Erle ableitet. Wellenbalken und Mühlrad stehen für den Ortsteil Westermühlen, dessen Wassermühle für Ort und Umgebung eine große Bedeutung hatte.
Die Farbe Grün soll auf die Au, die Wiesen, die Landwirtschaft und Viehzucht hinweisen. Die Farbe Silber wurde als Kontrast gewählt.