Die Wassermühle von Elsdorf-Westermühlen

Zum Andenken an den Dichter Theodor Storm
(geb. 1817, gest. 1888)

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Westermühlen

Die Heimat hier und hier dein erster Traum!Die Stormsche Mühle
Das Mühlenrad rauscht, so lustig stäubt der Schaum.
Und unten blinkt der Bach in tiefem Schweigen.
Ein Spiegelgrund, drin blau der Himmel ruht.
Vom Ufer rings mit ihren dunklen Zweigen
Taucht sich die Erle in die klare Flut.
Horch, Peitschenknall und muntrer Pferdetrab!
Die Räder knirschen durch den feuchten Sand.
Halt an, halt an! Nun sacht den Berg hinab
Und durch den Bach zum andern Uferrand.
Dann wieder aufwärts links den Weg entlang
Hinauf zur Mühle mit des Kornes Last.
Wo von der Eiche unermüdlich klang
Der Stare fröhlich Plaudern hoch vom Ast.
Zehn Schritte noch, da steht im Schattengrunde
Der Linden halbversteckt das Müllerhaus;
Der Müller mit der Tabakpfeif im Munde
Lehnt in der Tür und schaut behaglich aus.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Das Gedicht "Westermühlen" entstand 1837 als Widmung für den Vater Johann-Casimir Storm (1790-1874), dessen Geburts- und Heimatort Westermühlen war. Hier verbrachte der junge Dichter Theodor Storm oft und gerne seine Ferien

        1470            erstmalig als Herzog Gottorpsche Amtsmühle erwähnt
                            Zwangsmühle für Hohner Harde einschließlich Duvenstedt und Rickert
        1542-1863   Familie Storm als Pächter, seit 1707 in Erbpacht
        1605            abgerissen und neu aufgebaut
        1787            erneut aufgebaut von H. Storm (1739-1820)
        1920            Verkauf des Staurechtes. Freilauf
        1957            Mühlenhaus verfallen und abgebrochen
        1991            Bestandssicherung des Restgebäudes im Rahmen der
        1992            Dorferneuerung und mit Hilfe der Denkmalpflege
                            Mühlenrad erneuert